THE NETWORK OF COMMUNICATION



"Welches Muster verbindet ..(Lebewesen)? Welche Gedanken kann ich hinsichtlich der gesamten biologischen Welt, in der wir leben und unser Dasein fristen, mit anderen teilen? Wie ist diese Welt zusammengesetzt?" schrieb Gregory Bateson vor fast dreissig Jahren in seinem Buch " Geist und Natur, eine notwendige Einheit". Was verbindet Ideen mit Molekülen? Beide Ebenen des Seins sind Netzwerde von Interaktionen.

Unser Universum ist ein Netzwerk von Interaktionen. Es ist ein formschaffender Prozess. Alles Nachdenken über die Welt, die Welt des Lebendigen, die Welt der Ideen, der Kultur, der Sprache, die Welt der Kommunikation, des Miteinanders, der Gesellschaft, gründet auf Bateson's Frage: Wie ist die Welt zusammengesetzt? Welche Muster verbinden alles mit allem? Welches sind die Regeln des interagierenden Ganzen? Wie (und wann) entstanden diese "Vernetzungen"

Das Netzwerk der Atome - Das Netzwerk der Moleküle - Das Netzwerk der Unterscheidungen - Das Netzwerk der Zellen - Das Netzwerk der Kommunikation - Das Netzwerk der Neuronen - Das Netzwerk der Ideen - Das Netzwerk der Sprache - Das Netzwerk der Gesellschaft


Über vier dieser Netzwerke - Kommunikation, Denken, Sprache und Gesellschaft - versuche ich in Samstagskursen Können und Wissen zu vermitteln. Wer sich für die "Evolution von Kommunikation, Kognition, Sprache und Sozietät" interessiert, kann im Kurs "NETZWERKE" dazu lernen, wie Wissenschafter und Philosophen diese Interaktionsprozesse beschreiben: Komplexität, Selbstorganisation, Ebenen des Seins, Erkenntnistheorie,......

Was ist Kommunikation?


THE EVOLUTION OF COMMUNICATION
GESELLSCHAFTEN : VERGESELLSCHAFTUNG

HOBBES -
ROUSSEAU -
MORGAN -
MARX/ENGELS

Boeschenstein - Patriarchat und Matriarchat -
Eine Geschichte der Gewalt - Homo homini lupus


COOPERATION

COMUNIS:

Koppelungen - Erster bis dritter Ordnung

Urs Boeschenstein - Die Evolution des Geistes

Francisco Varela / Humberto Maturana 
Der Baum der Erkenntnis
Scherz Verlag 1987

S. 196

Strukturelle Koppelung  Ko-Ontogenese
Was geschieht mit einem Organismus, wenn er in strukturelle Koppelung mit anderen Organismen eintritt. Wie im Falle der zellulären Interaktionen bei den Metazellern ist es auch hier offensichtlich, daß aus dem Blickwinkel der inneren Dynamik eines Organismus ein anderer Organismus eine Quelle von Perturbationen darstellt, die von jenen, die aus dem «unbelebten» Milieu stammen, nicht zu unterscheiden sind. Es ist jedoch möglich, daß die Interaktionen zwischen Organismen im Verlauf ihrer Ontogenese einen rekursiven Charakter annehmen. Das führt notwendig zum gemeinsamen strukturellen Driften dieser Organismen: einer Ko-Ontogenese, an der die Organismen durch ihre gegenseitige strukturelle Koppelung beide beteiligt sind, wobei jeder seine Anpassung und Organisation bewahrt. Wenn dies geschieht, dann bringen die gemeinsam driftenden Organismen einen neuen phänomenologischen Bereich hervor, der besonders komplex werden kann, wenn ein Nervensystem vorhanden ist.

Phänomene der strukturellen Koppelung dritter Ordnung


NON-ZERO-SUMNESS

EINZELLER
METAZOA
NERVENNETZWERKE

INTELLIGIGENCE
MIND
COGNITION

KOMMUNIKATIONS- MEDIEN

PHEROMONE - ZEICHEN - SYMBOLE

Semiotik

Language - Kommunikation

Humberto Maturana

Language - Observers - Structural coupling
As I found myself facing the matter of cognition I became aware that I had to consider language as a biological phenomenon that took place in the living and through the living of the organism, and that any attempt to understand language through philosophical reflections would be inadequate because such reflections had no way of taking into consideration the way living systems operate as structure determined systems. We human beings exist as observers in language as we operate in the domain of structural coupling to which we belong. That is, we human beings exist in structural coupling with other living and not living entities that compose the biosphere in the dimensions in which we are components of the biosphere, and we operate in language as our manner of being, as we live in the present, in the flow of our interactions, in our domains of structural coupling.


Francisco Varela/ Humberto Maturana: 
Der Baum der Erkenntnis
Scherz 1987 Seite 223
Das Reich der Sprache
Sprache - Als sprachlich bezeichnen wir ein ontogenetisches kommunikatives Verhalten (d. h. ein Verhalten, das in der ontogenetischen Strukturkoppelung von Organismen entsteht), welches ein Beobachter semantisch beschreiben kann - Den Menschen eigentümlich ist jedoch, daß sie in ihrer sprachlichen Verhaltenskoordination einen neuen Bereich von Phänomenen hervorbringen, nämlich das Reich der Sprache. Sprache entsteht durch die ko-ontogenetische Koordination ihrer Handlungen - Wir sind in der Sprache, oder - noch besser - wir «sprachen» nur dann, wenn wir durch eine reflexive Handlung eine sprachliche Unterscheidung einer sprachlichen Unterscheidung treffen. In der Sprache zu operieren, bedeutet also in einem Bereich kongruenter, ko-ontogenetischer Strukturkoppelung zu operieren. - Sprache als ein Phänomen in der Rekursion sprachlicher Interaktionen, das heißt, in sprachlichen Koordinationen sprachlicher Koordinationen von Handlungen. - Linguolaxis (sprachliche Tropholaxis)



John McCrone
Going Inside
A Tour round a Single Moment of Consciousness
Faber&Faber 1999

Speech would have emerged out of the extremely close social lives the hominids were leading. Living in a group depends on good communication. Chimps and gorillas may not have a formal language system, but they are expert at reading the moods and intentions of one another from subtle signs such as facial expressions, direction of gaze, general posture, and, of course, grunts, screeches, pants, and other emotional noises. A lot of these signs are involuntary, and so depend entirely on the intelligence of the receiver to notice them and interpret them. But the apes also make a deliberate use of gestures. Chimpanzees have been seen holding out a hand as an invitation to groom, or directing attention with a flick of their eyes. Even more revealingly, chimps are capable of deceiving. The anthropologist Jane Goodall, who studied wild chimps on the shores of Lake Tanganyika, reported how a bunch of bananas was once dropped in front of a junior chimp after the rest of its group had wandered on ahead. The chimp made excited 'food barks' which immediately brought the others racing back, so the youngster lost out. As a test, the same thing was tried again the next day. This time the chimp stayed silent, although a faint choking noise could be heard coming from its throat as it struggled to stifle its glee. Many other examples of concealment, misdirection, and feigned nonchalance have proved that apes are not only smart enough to read one another's emotions, but also to make some predictions about how their own signals might be interpreted. An ape like the chimpanzee seems very close to language. However, two further developments were probably needed to clear the way for a symbol-based system of communication.....

Niklas Luhmann
Einführung in die Systemtheorie
Carl Auer 2004
pg 72


Ein Sozialsystem entsteht, wenn sich Kommunikation aus Kommunikation entwickelt -

"reentry", Wiedereintritts der Form in die Form oder der Unterscheidung in das, was unterschieden worden ist. - dass schon die Anfangsweisung: Draw a distinction, Mach eine Unterscheidung, eine Weisung ist, die eine Operation betrifft, die aus zwei Komponenten besteht, nämlich der Unterscheidung selbst und der Bezeichnung der einen Seite, dem Hinweis, wo man sich befindet, wo man weitermachen soll. Die Unterscheidung ist in der Unterscheidung bereits vorgesehen. - Wiedereintritt der Form in die Form - Gemeint ist, dass ein System sich selbst von seiner Umwelt unterscheiden kann. Die Operation als Operation erzeugt die Differenz - Wenn das System entscheiden muss oder, sagen wir einmal vorsichtiger, zwischen einer Kommunikation und einer weiteren Kommunikation Kopplungen herstellen muss, dann muss es ausmachen, beobachten, festlegen können, was zu ihm passt und was nicht. Ein System, das die eigene Anschlussfähigkeit kontrollieren will, muss also über etwas verfügen, was wir zunächst einmal Selbstbeobachtung nennen können. - Beobachter - Differenz zwischen System und Umwelt beobachten, also Selbstreferenz und Fremdreferenz trennen zu können. - Struktur von Kommunikation: Kommunikation kommt nur zustande, wenn etwas mitgeteilt wird, und zwar, wenn eine Information mitgeteilt wird. Das ist bereits zweiteilig. Außerdem muss es auch noch verstanden werden. Zunächst einmal kann man sagen: Es wird über etwas gesprochen. Ein Thema wird behandelt. - dass in die Operation selbst immer schon die Differenz von Fremdreferenz qua Information und Selbstreferenz qua Mitteilung eingebaut ist. Dies ist wiederum eine Erläuterung des allgemeinen Themas des "reentry": Das System tritt in sich selbst wieder ein oder kopiert sich in sich selbst hinein.



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