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17道德經:
太 上,不 知 有 之;
tai shàng bù zhi you zhi
其 次,親 而 譽 之;
qi ci qin ér yù zhi
其 次,畏 之;
qi ci wèi zhi
其 次,侮 之。
qi ci wu zhi
信 不 足 焉,
xìn bù zu yan
有 不 信 焉。
you bù xìn yan
悠 兮 其 貴 言。
you xi qi gui yán
功 成 事 遂,
gong chéng shì suì
百 姓 皆 謂:
bai xìng jie wèi
我 自 然。 自然
wo zì rán zìrán
The unadulterated influence
In the highest antiquity, (the people) did not know that there were (their rulers).
In the next age they loved them and praised them.
In the next they feared them; in the next they despised them.
Thus it was that when faith (in the Dao) was deficient (in the rulers) a want of faith in them ensued (in the people).
How irresolute did those (earliest rulers) appear, showing (by their reticence) the importance which they set upon their words!
Their work was done and their undertakings were successful, while the people all said, 'We are as we are, of ourselves!'
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Übersetzung Möller:
Vom Besten der Herrscher,
wissen die Untergebenen nur, daß es ihn gibt.
Den nächstbesten
werden sie aus Zuneigung preisen.
Den nächstbesten
fürchten sie.
Der schlechteste
wird verspottet.
Wenn die Glaubwürdigkeit nicht genügt,
gibt es Unglaubwürdigkeit.
Wie vorsichtig er ist,
- welchen Wert er den Worten beimißt!
Man vollbringt das Werk,
man folgt der Berufung
- und die Leute meinen:
»Es geschieht uns von selbst.«
Ziran:
Wohlfart Daoismus Seite 103
Das Binom ziran kommt im Laozi fünfmal vor. Das erste Zeichen des Binoms ist der Radikal zi 自, „selbst“. In dem zweiten Schriftzeichen ran 然 , „so“, ist rechts der Radikal „Hund“, links der Radikal „Fleisch“ und unten „Feuer“ zu erkennen. Ziran übersetzt man wörtlich am besten durch „selbst-so“ oder „von selbst“. Es bedeutet das, was von selbst so verläuft (bzw. erscheint oder aufleuchtet wie ein Feuer?)
Mit dem, was sich von selbst so vollzieht bzw. von sich aus geschieht, verbinden wir sowohl das Freiwillige als auch das Natürliche oder Naturgemässe. Dementsprechend hat man das ziran sowohl durch „frei“ und „freiwillig“ übersetzt (vgl. Übersetzungen von Laozi 17, 23, 25, 51, 64) als auch durch „Natur“, „naturgemäss“, „natürlich“. Freiheit ist hier nicht als Gegensatz zur Natur zu verstehen, ziran meint – will man sich dieser Begriffe überhaupt bedienen – sowohl die „freie“ Natur, wie die „natürliche“ Freiheit. Die Übersetzungen des ziran durch Natur oder durch Freiheit sind insofern gleichermassen ungenügend, als diese Begriffe philosophiehistorisch mit einander widersprechenden Bedeutungen beladen sind, die falsche Assoziationen wecken. Der künstlichen Wortbildung ziran entspricht die wörtliche, bewusst etwas befremdliche Übersetzung „selbst-So“ bzw. von-selbst-so“ noch eher als die auch grammatisch dubiose Übertragung durch die Nomina Natur oder Freiheit. In Analogie des chinesischen xin durch Herz-Geist könnte man sich schlecht und recht mit „Natur-Freiheit“ behelfen. Das „von-selbst-so-Werdende“, die Selbstverständlichkeit, Freiheitlichkeit und Natürlichkeit betrifft sowohl die Natur – zu denken ist nicht nur an die Dinge der Natur, sondern auch an die Natur der Dinge – als auch das Verhalten des Menschen. (vgl. M.Granet La pensée chinoise 320, Duyvendak: „natürlicher Lauf“ – sowohl mit ran, als auch mit ziran (soll) nichts Statisches, sondern etwas Dynamisches ausgedrückt werden. Ran drückt als Ausruf der Affirmation („ja!“, „so verhält es sich!“, „das geht an!“) und als Verb („sich so verhalten“) ein Gewährenlassen oder eine Funktionsweise bzw. einen Vorgang aus. D.L. Hall und R.D. Ames, Anticipating China 185, wo es in Anspielung auf eien Formulierung Heideggers heisst: The Chinese „world as such“ is constituted by a „worlding“ (welten) –ziran-, a process of spontaneous arising or “self-so-ing” which reqires no external principle or agency to account for it. )
Laozi
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