Zhuangzi 7. 7
Hundun


南海之帝為儵

Der Herrscher des Südmeeres war Shu (Blitz),
D
er Herrscher des Nordmeeres war Hu (schnell).
Der Herrscher der Mitte war Hundun , der Kuddel-Muddel-Ursuppenkloss.

Shu und Hu traffen sich von Zeit zu Zeit in Hunduns Reich. Hundun behandelte sie sehr gut. Shu und Hu berieten, wie sie Hunduns Gastfreundlichkeit, seine convivialité erwidern könnten. Sie sagten: Alle Menschen haben sieben Löcher (im Gesicht), durch die sie sehen, hören, essen und atmen können. Allein dieser Hundun hat keine. Versuchen wir ihm welche zu drillen. Jeden Tag bohrten sie ihm ein Loch. Aber am siebten Tag starb Hundun.

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Wohlfart Kunst des Lebens 212

Die Herren Shu und Hu wollten dem guten Hundun- Embryo ein Gesicht geben, denn er hatte ja keines. Er hatte keine „persona“, keine Gesichts.Maske. Ohne eine Persönlichkeit zu sein sass der Gute in seinem „Reich der Mitte“ (zhong guo). Er sass wohl inmitten des ganzen Trubels so gut und still in der Mitte seines Chaosmos wie die Nabe in der Mitte der Speichen des Rades
(vgl. Laozi 11)
Hundun die gängige Übersetzung ist Chaos. Zunächst ist es aber angebrachter hundun in Küchenchinesische zu übersetzen durch wonton.Hundun-Urkloss , die hundun-Ursuppe sind ein Bild der chinesischen Vorstellung des Chaos.

Hundun, der sich wohl als intra-uteriner Daot im Bauch des dao, der grossen Mutter tummelte, starb am Drill des Gesicht-Gebens. Er kam ganz ohne eigene Person zum Maskenball der Welt. Er war wohl überhaupt „ganz ohne“.




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