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Beim Nachdenken über Sprache
Versuch einer Umschrift in drei Schritten: Einerlei – Zweierlei – Dreierlei
Testament des alten Linguisten Urs Boeschenstein
Ich arbeitete zwei Jahre an diesem Text . Ganz am Schluss, auf Seite 59, taucht der Begriff "Beobachtung dritter Ordnung" auf:
Beobachtung 3. Ordnung wird aus ähnlichen Gründen eingeführt: um Phänomene, mit denen wir zu tun haben auch theoretisch angemessen begreifen zu können. Dazu gehört: die Intentionalität, Selbstbewusstsein, Kontextwechsel (Schlafen/Wachsein); Entdecken/Erfinden; das Du, Polykontexturalität/Doppelreflexivität. (H.v.Egidy)
Mir scheint, die Beobachtung 3. Ordnung bei Egidy entspricht meiner Idee des Denkens3 – der Reflexion der Reflexion der Reflexion – die „(Er)-Findung einer dritten Dimension des Denkens, in der „Intentionalität, Selbstbewusstsein, Kontextwechsel (Schlafen/Wachsein); Entdecken/Erfinden; das Du, Polykontexturalität/Doppelreflexivität― in die Reflexion einbezogen wird. Meine Idee eines Denken des Denkens des Denkens wird – so stelle ich mir das vor – eine Beobachtungsbeobachtungsbeobachtung sein, ein neues Sprachspiel (Wittgenstein), in dem die Protologik der Logik mitreflektiert wird. Es geht mir dabei nicht nur um Theorie, ich vermute das Beobachtung dritter Ordnung „ alltagstauglich― ist - das wird meine Coda speculativa. Sie umfasst viele Ideen, Verbindungen von Ideen: Mehrwertige Logik: Relationslogik - Paradox - Der Anfang vor dem Anfang – Volition - Zeichenwelt - Semiose Sprache - Kommunikation - Sicheres Wissen - Gewissheit - Wie kann ich mir dieses Ideennetzwerk „alltagstauglich― machen? Im Land der Vier?
Im Land der Vier - Wisdom of Insecurity - beschreibe ich mein Weltbildhaus:
Beobachten zweiter Ordnung kann aus „der puren Resignation obsoleter Ideen“ hinaus führen. Dieses „Hinausführen“ - das Umdenken - kann ich an mir selber und an anderen beobachten. Ich nenne das Reflexion, Denken des Denkens, Denken2. Diese Ebene des Denkens erschien (emergierte) in der Ausdifferenzierung der Wortsprache. Sprechende Menschen können wissen, dass sie wissen. Sie können auch nachdenken darüber, wie sie wissen. Sie können sich Geschichten erzählen. Seit ein paar tausend Jahren können Menschen ihre Geschichten auch aufschreiben und sie entwickelten dabei eine neue Denkform. Das Lesen von Geschichten erfordert eine Fähigkeit, die über die Reflexion hinausführt in eine Reflexion der Reflexion. Ich beschreibe das als Denken3, Denken über das Denken des Denkens. In diesem Denkprozess wird ein Beobachten des Beobachtens des Beobachtens denkbar. Ich nenne das sehr tentativ Beobachten dritter Ordnung.
Beobachten dritter Ordnung
Materialien:
Zettelkasten Beobachtung dritter Ordnung
Weltbildhaus-Umbauten
ExkursPhilosophie
Nichtwissen
Semiotik:
Semiotik
Index Semiotik
Charles S. Peirce
Zufall - Zahlentheorie: die Zahl Drei - triadomania
Bunold-Fortuna184
Spinks-Semiosis34
Meister Eckehard
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