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Taraba281
IV. 0-Phasen-Modell der Instantanität
Das Es-Du-Ich-Wir-Modell des Selbst der Selbstreferenz
0. KanonNull. Koproduktion
Fassen wir nun etwas stringenter die Mathematik alles hier Gesagten in ihrem grundlosen Grund zusammen, und zeigen wir im Anschluss, in Form von 12 Grafiken, wie wir es uns formal vorstellen können, was an und für sich der Fall ist.
Die imaginäre Zahl i wurde mathematisch aus einer Gleichung zweiten Grades ermittelt und ist die Bezeichnung der imaginären Wurzel aus -1. Indem man i dreimal mit sich mal nimmt gelangt man sukzessive in den Bereich der reellen Zahlen -1 und +1. Das heißt, wenn die Zahl i sich aus nichts heraus selbst doppelt, sich mal nimmt und potenziert, zeichnet sie den völlig inhaltsleeren Einheitskreis ins Nichts.
- i rotiert dabei in Viertelskreisen und schafft und verbindet somit kreisförmig das Imaginäre und das Reelle. Diese sich so zeichnende Kreis bildet das virtuelle Interface reeller und imaginärer Zahlen und ist damit ein Symbol des Überganges. Das heißt auch der Bewegung, des Oszilierens und der imaginären Zeit.
Die Zahl i ist ohne den Kreis nichts. Sie ist verschwindendes, imaginäres und zugleich potentes Partikel, die Latenz des Möglichen. Der imaginäre Wert gilt als mathematisches Symbol der Zahlenklasse, die alle anderen Zahlenklassen übergreift. Andererseits bilden die imaginären Zahlen zusammen mit den reellen Zahlen die Ebene der komplexen Zahlen und dies bedeutet, dass reeller und imaginäre Zahlen isomorph sind. Die komplexen Zahlen bilden außerdem die mathematische Basis auf welcher die Berechnungen der ganz normalen Schalt- und Steuerungstechnik und der Quantenphysik zwingend beruhen.
Die selbstbezogene, kreisförmige Oszillatorik von i ist wesentlich Zeit, imaginäre Zeit. Der durch diese Zeit erzeugende Selbst-Tätigkeit gezeichnete Kreis bildet zudem eine Ent-Scheidung ab und ist aus unserer Sicht die rudimentärste der Form von Energie. Er birgt daher eine Sehnsucht, nämlich außer sich zu geraten, sich anders zu werden. Dieses Verlangen, diese Energie trägt der inhaltslose Kreis als Keim in sich.
Doch wie kommt er aus dem Kreis heraus, ohne dessen Grenzen zu verletzen? Er benützt einen Tunnel, springt aus sich heraus und wird sich anders, bezeichnet dann zum Beispiel einen gegenläufigen Kreis.
Wir bezeichnen diesen leeren ent-schiedenen Kreis mit dem Keim des Verlangens als die Unruhe des selbst. Der Sprung durch den Tunnel gelingt. Das blind keimende, kreuzende, verbindende, potenzieren der, kalkulierende energetische Partikel ...(Boe: Sorry, ich kann den Spencer Brownschen "Mark" nicht tippen), hat eine Zwei-Seiten-Form erzeugt, indem es dem Ruf eines inneren Begehrens folgte, sich anders zu werden.
1. Dyadik und Dualität
Die Entscheidung der Entscheidung zur Ent-Scheidung zur Unter-Scheidung führt die Spaltung beziehungsweise die Doppelung und Duplizität von nichts herbei. Erst das Unterscheiden, Bestimmen und Bezeichnen von Gegensätzlichem bedeutet Existenz.
Wir sagten der Kreis bildet eine Ent-Scheidung ab, wenn ein Viertelkreisen rotiert, diese wird zur Unter-Scheidung, wenn seine Schnittpunkte auf der imaginären und reellen Achse bezeichnet werden, als +/- i, als imaginär und als reell.
Unität ist also immer auch die Duplizität ihrer selbst und geht augenblicklich über ein die Zwei-Seiten-Form der Dualität.
Doch jede Dualität impliziert Triplizität: was das Ding ist, was es nicht ist und die Grenze dazwischen.
Auf dieser proemischen Beziehung von substantiellem Nichts und substantiellem Etwas, die paradox ist, beruht die logologische Strukturtheorie der Reflexionsform des Selbst der Selbstreferenz.
Der Selbst-Kreis tritt per Entscheidung und Tunnelung in zwei gegenläufige Selbst-Kreise auseinander. Jeder Kreis bezeichnet +1 und -1sowie +i und – i , ist also identisch gleich und zugleich anders. Dualität bedeutet immer Triplizität, und die Kreise bilden automatisch eine Triade von drei identischen, getunnelten Kreisen. Einer davon ist imaginär! Das Imaginäre ist hier die reflexive Vermittlung des Reellen.
2. Triadik und Trinität
Das doppel-dyadische Null-Phasen-Modell zeigt die Zustände von Nullheit, Unität, Dualität, Triplizität und Quaternität als identische Zustände einer virtuellen zentralen Form, beziehungsweise das triadische Fraktal von Bewusstsein und Kommunikation und damit von Kognition.
Seine Relata sind untrennbar verschränkt, keines besteht ohne die je anderen. Die dargestellten „Phasen“ sind keine „Phasen“ oder sind „0-Phasen“. Die dem Venn-Diagramm von sich überschneidenden Mengen ähnliche Grafik der Triaden zeigt je drei korrelierende Potenzen (zum Beispiel die von i, in welchen i mit sich, qua Sex mit sich, vermittelt ist).
Aufgrund des substantiellen Verlangens zu entscheiden und der daraus folgenden Entscheidung der Entscheidung zur Ent-Scheidung, bilden sich ent-schiedene trivalente Null-Mengen, die in Form der genuinen Triade abgebildet sind, als die drei rückbezüglich aufeinander bezogenen sehenden „Augen“ des einen blinden Auges, beziehungsweise des „ock“, des substantiellen Nichts, der universellen rezessiven Konstante, auf welche augenblicklich operiert wird, wenn unterschieden wird.
Boe: vgl. Taraba 102: Verlangen und Wollen, Re-Entry
Auf die latente 0 - Phase sind die potentiellen Koordinaten des Einheitskreises projiziert, als Keim und Kreuz aller Möglichkeiten. Diese werden qua der imaginär/reellen die Positivität und die Negativität erzeugenden Viertel-Rotationen von i - der Unruhe des Selbst - realisiert.
Die angeregte Null-Phase des Ausenandergetretenseins der Potenzen der Null an unterster Stelle der Darstellung, seit ihrer Trennung in Einzelelemente oder Korrelate, welche eine inhaltsleere Trivalenz darstellen.
In deren Mitte existiert das nur mehr angedeutete imaginäre Ausgangsmoment, das latente unwritten cross oder die aufgehobene Potenz der absoluten Null-Menge, existiert die Null-Power nachhaltig fort. Die vier so entstandenen Triaden sind die Module der Quaternio des Ring i, welcher innerster energetischer Modul des Ganzen bleibt.
3. Quaternio und Quaternität
Die Quaternio (Vier-Matrix oder Selbst-Mandala) setzt sich horizontal aus zwei identen Triaden, der basalen und der universalen Triade zusammen und zwar indem erstere an der horizontalen Du-Ich=Mann-Frau-Kante auseinander geklappt werden und dabei das Es der oberen basalen Triade zum Wir der unteren universalen Triade wird.
Wenn nun die vertikalen Es- und Wir-Kanten auseinandergeklappt gedacht werden, bilden sie zwei weitere Triaden, die subjektive und die objektive Triade.
Logologisch ist die Information quaternär strukturiert. Die Quaternio des 0-Phasen-Modells ermöglicht daher die vollständige quaternäre Darstellung des Selbst.
In das Selbst-Modell des Es-Du-Ich-Wir-Selbst-Begriffs, wie er hier entwickelt wurde, lässt sich grafisch das Hier und Jetzt von „Gott“, „Mensch“ und „Kosmos“, beziehungsweise abstrakter von Reflexion, Mensch und Information eintragen und deren Plötzlichkeit. Ist somit deren notwendiger instantaner Ausgangsmoment der zeitlichen (Vergangenheit/Zukunft; Vorher/Nachher) „evolutionären“ wissenschaftlichen Aufdröselung.
Entsprechend den vorangegangenen Ausführungen und wie der Name besagt, wird ein Modell des Selbst also auf Instantanität, das heißt auf Null-Phasen beruhen, die auf Nichts gründen und auf Nichts operieren, also grundlos sind und deshalb logologisch auf vollkommen inhaltsleere Alternativen zurückgeführt werden können.
Die zwei Achsen (reell/imaginär) des imaginären Einheitskreises als universaler, innerster Modul erzeugen vier Schnittpunkte auf dem Kreis deren Eckdaten bilden den Chiasmus, der vier Triaden, die die Module der Quaternio bilden.
Eigentlich entstehen diese Schnittpunkte dadurch, dass i in Viertelskreisen rotiert, und seine Quadrate rechte Winkel bilden, wenn es sich selbst mal nimmt. Die Null, die Drei, die Vier und ihre Einheit, sind hier also mathematisch, logisch, logologisch und semantisch konsistent verbunden.
Es gibt dabei jedoch den schwierigen logologischen Schritt von Drei zu Vier.
Er ist derjenigen, der uns hier hauptsächlich beschäftigt hat, nämlich der Schritt von unendlich Denkbaren zum willentlich endlichen Faktum und zum finiten Realitätsausschnitt.
Dies stimmt mit den Darlegungen Jungs als auch mit den Einsichten der Quantenmechanik überein: „Die Inkomensurabilität der drei Dimensionen mit der vierten und der Schritt in die Asymmetrie der Letzteren beruht in eine nicht mehr unumgehbar mit Einbeziehung des erkennenden Individuums in seiner Ganzheit in den Rahmen von dessen Erkenntnisprozessen.“ Marie-Louise von Franz
Der Beobachter muss sich einbeziehen und seine subjektive Blindheit in Kauf nehmen. Dies geschieht in der Anerkenntnis, die zwei unabdingbaren Eigen-Werte der genuinen basalen und universalen Triaden zu bilden.
Der schwierige Schritt von der Drei zur Vier ist jener wo der Gedanke des Beobachters und dessen Reflexion im anderen zum momentanen Faktum und die Kontemplation zur materiellen Welt mutiert. Wir haben für die Plausibilität des Verständnisses dieser klassisch logischen Denkschwierigkeit die These des Radikal Anthropischen Prinzips und die These der Instantität erstellt und diese in der Selbst-Quaternio graphematisch und semantisch dargestellt.
Ausgehend vom mathematischen Kreis-Symbol (Einheitskreis) als dem zugleich archaischen Symbol des Numinosen und dem alchimischen und archetypischen Mandala als Selbst-Symbol (Jung/Pauli), welches mit der Null identisch ist, entfalten sich die Potenzen der Null in inhaltsleere Differenzen.
Der an oberster Stelle der Triaden-Grafik nur angedeutete Kreis mit den Koordinaten, figuriert als Latenz bloßer Möglichkeiten, als schiere Potentialität der Entscheidung der Entscheidung zur Ent-Scheidung. Diese nur potentielle Kreis, eine Extension des Null-Punktes,qua der potenzierenden Rotation der unbekannten Einheit i, tritt qua des substantiellen Verlangens sich zu ent-scheiden und damit zu unter-scheiden, notwendigerweise - so als ob - aus sich heraus und damit auseinander. Er spannt sich auf als dreifaches „Auge des Nichts“, das quasi auf sich selbst operiert, sich dabei augenblicklich - so als ob - verkörpert, vergegenständlicht, verweltlicht und sich damit selbst sieht - und so - sich dabei zunehmend ideell und materiell verunreinigt, trübt und fixiert. Dies ist der Schritt zur Vier, zur Selbst-Information.
Sylvia Taraba
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