Sylvia Taraba Das Spiel, das nur zu zweit geht

Die Seltsame Schleife von Sex und Logik
Band 1: Logik – Eine Logologie der „Gesetze der Form“ von George Spencer Brown
Carl Auer Verlag 2005


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Logos - ein imaginierter Logos, der die Welt aus nichts erschafft und diese Welt im Innersten zusammenhält.

Unter Logos wird hier die Potentialität und Substantialität des absoluten Nichts verstanden. Bildlich vorstellbar als die Unruhe angeregter Nullkeime, die, negative und positive Einheit produzieren und damit zu Wort und Antwort, zu Satz und Gegensatz werden können. Ich betrachte das Verständnis des Logos, welches ich gewonnen habe, durchaus in der Entwicklungslinie von Heraklit, Böhme, Spinoza, Hegel, in deren Denken das Absolute sich, durch sich selbst, selbst begreift als das, was es ist, als Logos, der streng mathematisch, vom imaginierter Koitus zur ersten Unterscheidung und von dieser zum augenblicklichen Erscheinen zweier reeller polykontextural operierender Liebender gerät.

... dass Logos-Liebe-Leidenschaft, selbstreferentieller Genese sind. Dies bedeutet, dass sie sich auseinander herleiten, einander relationiert, rückbezüglich aufeinander bezogen, und somit paradox konstituiert sind.

... dass vom Vorrang der Geisteswissenschaften ausgegangen werden muss. Das heißt von den Wissenschaften jenes (absoluten) Geistes, die, so ein weiteres Fazit, sich instantan zu duplizieren weiß, sich somit umgehend doppelsinnig in sich unterscheidet und verkörpert und solcherart mit sich vermittelt ist. (Der absolute Geist), der sich selbst in und mittels seiner Verkörperungen beobachtet und reflektiert und somit immer schon ein Tripel bildet oder besser gesagt und im wahrsten Sinne des Wortes eine divine Trinität.

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Strukturtheorie der Reflexion, die ab ovo operativ und theoretisch Sex praktiziert.

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... die logologisch konsistente Absage an die alt-europäische Subjektphilosophie


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Theorie der Selbstreferenz: Wir haben es notwendigerweise mit einer Theorie der Selbstreferenz zu tun, wobei man schon sieht, dass wir uns damit, von der klassischen Logik her gesehen, auf das Glatteis willkürlichen Hin- und Her-Gerissen-Seins begeben, beziehungsweise umgekehrt in die Domäne des vollkommenen Aufgehobenseins jeglichen bestimmten Gegensatzes, jeden Seins und jeden Sinns gelangen können.

Logologie: Der Begriff Logologie überschreitet die vollständige Aufarbeitung beziehungsweise Rekonstruktion der Struktur der klassischen Logik, jedenfalls insoweit, als diese ihre paradoxe Metalogik - als ihr oberstes Gesetz - aus sich selbst kreiert, in jene ständig hinein zu spielen streng zu meiden sucht und umgekehrt ihrerseits von jener erzeugt, und von ihr gleichzeitig ständig aufgehoben wird: Logologie handelt vom sich selbst aufhebenden Widerspruch, der logologisch kein Widerspruch ist sondern Koproduktion und somit Kreation.

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Der Begriff des Beobachters erfordert die vollkommene Aufgabe der Ontologie extern existierender Gegebenheiten: das heißt, die Dinge und Lebewesen existieren nicht vorgegeben, sondern sie werden durch die Operation der Unterscheidung konstruiert. Wir sagen: Jetzt, in diesem und in jedem Augenblick.

Entsprechend wird der obsolet gewordenen unitäre Begriff der Ontologie durch das neu geschaffene differenzierende Begriffspaar Iddox/Paradox ersetzt.

Die Begrifflichkeit der Logologik, als übergreifende Theorie der Selbstreferenz, die damit an die Stelle der Ontologik tritt und welche sich im Großen und Ganzen mit der Wechselwirkung von Paradox/Iddox befasst, wird somit Oberbegriff einer Objektiven Großen Logik, welche drei einander durchdringen Schichten der so verstandenen zentralen Logik bezeichnet: nämlich
Protologik (die Mathematik betreffend),
klassische Logik (binäre Operationen) und, diese übergreifend, die Logologie (der Schwebemodus der Logologik von Iddox/Paradox) -
sie tritt hier an die Stelle der Metaphysik, ist die Metaphysik des Hier und Jetzt.

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Die alte Frage nach den logischen oder ontologischen Grundlagen der Weltbeschreibung führt umgehend zur Frage, wie kann, bei fragloser Geltung der binären Logik, die Paradoxie behandelt werden?

Ich fand die erhellenden Vorboten in der Hegelschen Logik, in der Kybernetik Batesons und von Foersters, und Günthers, in der Zahlentheorie - den Implikationen und Eigenschaften der Zahlen, besonders jedoch der imaginären Zahl i - vor allem aber in der diese Zahl kreativ nutzenden Mathematik der Spencer Brownschen Gesetze der Form.

In der Kybernetik, in der theoretischen Physik und der neuen Systemtheorie, im Konstruktivismus, in der Mathematik und der transklassischen Logik gehört die Akzeptanz von und der Umgang mit Selbstreferenz und damit mit Paradoxien zur wissenschaftlichen Praxis... Ich betrachte mit Hegel Paradoxie und Antinomie als oberstes Gesetz der Logik, sehe sie als die Geheimnisträger schlechthin, deren formale Unarten über jenes ephemere Zentrum Aufschluss geben, welches Logik und Welt im innersten zusammenhält.

Die Rekonstruktion einer übergreifenden Konzeption, hier als Logologik bezeichnet, erklärt Iddox und Paradox zu jener Differenz, in der die Welt erscheint. Die wechselseitige Re-ligio von Paradox und Iddox erlaubt es, die verblüffenden Forschungsergebnisse der Quantenphysik, ebenso wie die amphibischen Seins und Nichtseinsaspekte der selbstreferentiellen Natur der Zahl i.

Boe: Taraba82: Fussnote 148: Leibnitz - ein Wunder der Analysis,ein Monstrum der idealen Welt, fast ein Amphibium und zwischen Sein und Nichtsein ( illo Analyseos miraculo, idealis mundi mostro, pene inter Ens et non-Ens Amphibio, quod radicem imaginariam appellamus)

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Der Dichotomie allfälliger komplementärer Beschreibungen bin ich bemüht gerecht zu werden, ich sehe darin weder ein kognitives noch ein wissenschaftliches Problem. Ich benütze den - jedem Menschen zugänglichen proto- und metalogischen Tunnel, welcher (subversiv) Innen und Außen, Selbst und Nichtselbst, Ich und Du, sowie die verschiedenen funktional getrennten Disziplinen analytisch und synthetisch, klaglos und durchgängig miteinander verbindet.

Solcherart Subversion zu betreiben bedeutet ein Flüssigsein oder Flüssigwerden für Schreiber und Leser, denn die unsichtbar in Verbindung stehenden kommunizierenden Gefäße von Beobachter und Begriff sind durch ein und dasselbe Medium verbunden: ihren Beobachter, sowie den gemeinsamen Sinn, dessen verkörperte und unterscheidende Kommunikatoren, Interpreten und Informationsverarbeiter Wir sind.
„Sinn“ wird hier transKlassisch verstanden - der Sinn-Begriff stellt somit die Einheitsformel für absolut Gegensätzliches dar.


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