Günter Wohlfahrt
Die Philosophie des Daoismus
Ed. Chora 2001

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Ein Weg, der sich richten/bereiten/herstellen lässt,bzw. den man bahnen/machen (im Sinne von: seinen Weg machen) kann, ist nicht der gewöhnliche/übliche (sich von Natur aus/von selbst stetig verändernde, in stetigem Wechsel bzw. in ständigem entstehen und Vergehen begriffene ) Weg.

Ein Lauf, dessen Richtung man weisen/zeigen kann, ist nicht der stetige (d. h. ständiger Veränderung unterworfene) Lauf (der Dinge/der Natur/der Welt).

Der wahre Weg, der hier als chang dao charakterisiert wird, wäre gerade kein „ewiger“, „überzeitlicher“ (d. h. im üblichen Lauf der Zeit bzw. der Welt entrückter) Weg, sondern der alltägliche, allgemeine, übliche Weg.

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der wahre Weg, d. h. der chang dao verstanden als „always self-so-ing way“, ist ein wegloser Weg, ein Weg ohne Weg, ein Weg, den man nicht wegen kann, sondern der wegen des Gehens von selbst entsteht, in dem man den Weg Weg sein lässt. Der rechte Weg ist der, den man beim Gehen vergisst, um „es“ gehen zu lassen, sodass „es“ geht.

S. 54

dieser Weg wird weder begangen bzw. betreten wie ein schon vorhandener, ausgetretener Weg, noch wird er absichtlich gebahnt bzw. „gewegt“. Der Weg ist kein „Objekt“ des Wegens, auf das wir es abgesehen haben können, vielmehr ist der Weg beim Gehen – sozusagen weg - ein wegloser Weg, ein unwegsamer Weg, der erst „going along with things“, „self-so-ing“ entsteht, wie gesagt: eine Weg ohne Weg.

Günter Wohlfahrt Die Philosophie des Daoismus Ed. Chora 2001




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