Peter Fuchs
Das Mass aller Dinge
Eine Abhandlung zur Metaphysik des Menschen
Velbrück 2007

Seite 105
b) Undinglichkeit zum zweiten: Die Metaphysik des Beobachters

Beobachtung ist eine Operation, die auf dem Abstraktionsniveau der Autopoiesis beobachtet wird.272 Diese Formulierung ist selbst-implikativ,
zirkulär, paradoxie-anfällig, insofern sie besagt, daß man über diese Operation nur dann etwas wissen kann, wenn man sie durchführt, sie also im genauen Sinne auf sich selbst anwendet.273 Erschwerend kommt hinzu, daß das Abstraktionsniveau, auf dem der Begriff ›Autopoiesis‹ kalibriert ist, so hoch liegt, daß man, wie oben festgehalten wurde, von einer Art ›Zeitmetaphysik‹ ausgehen müßte, die nur um den Preis erheblicher Simplifikationen in die Nähe von etwas ›Empirisierbaren‹ überführbar wäre.

Ziel der Abstraktion des Beobachtens hin auf ein Unterscheiden und Bezeichnen (oder vielleicht genauer: auf ein Bezeichnen hin, das immer einen Unterschied markiert, der selbst durch eine Unterscheidung bezeichnet werden könnte), Ziel also dieser Abstraktion war es, einen Begriff für zwei empirisch vollkommen verschiedene Realisationen derselben Form zu haben, mithin psychische und soziale Operationen der Form nach als baugleich zu identifizieren. Es ist evident, daß die Psyche nichts Soziales herstellt oder reproduziert und das Soziale nichts an Psychischem. Der einfachste Ausdruck dafür ist: Psychische Systeme kommunizieren nicht, soziale Systeme nehmen nicht wahr (denken nicht).

Beide Systemtypen jedoch vollziehen, so die These, die Operation der Beobachtung – das aber nur in einer unterschiedlichen Medialität, die keine operativen Überlappungen zuläßt. Sie bezeichnen (also: unterscheiden) in einem fort: soziale Systeme durch Anschlußoperationen, die festlegen, daß und dann wie ein vorangegangenes Ereignis an wiederum voraufgegangene Ereignisse angeschlossen hat, psychische Systeme durch die Transformation von Gedanken in Vorstellungen274 oder, wie ich es sagen würde: durch Zitation.275


272 »Der Begriff Beobachtung ist auf dem Abstraktionsniveau des Begriffs der Autopoiesis definiert. Er bezeichnet die Einheit einer Operation, die eine Unterscheidung verwendet, um die eine oder die andere Seite dieser
Unterscheidung zu bezeichnen.« (Luhmann, N., Ökologische Kommunikation.
Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einlassen?, Opladen 1986, S. 266.)
273 Vgl. Fuchs, P., Der Sinn der Beobachtung. Begriffliche Untersuchungen,
Weilerswist 2004.
274 Vgl. zur Diskussion des Bewußtseins Luhmann, N., »Die Autopoiesis
des Bewusstseins«, in: Soziale Welt 36, 1985, S. 402-446 (ebenfalls in: Hahn, A./Kapp, V. (Hrsg.), Selbstthematisierung und Selbstzeugnis: Bekenntnis und Geständnis, Frankfurt am Main 1987, S. 25-94); ders.,»Wie ist Bewußtsein an Kommunikation beteiligt?«, in: Gumbrecht, H. U./Pfeiffer, K. L. (Hrsg.), Materialität der Kommunikation, Frankfurt am Main 1988, S. 884-905; Baecker, D., »Die Unterscheidung zwischen Kommunikation und Bewußtsein«, in: Krohn, W./Küppers, G. (Hrsg.), Emergenz: Die Entstehung von Ordnung, Organisation und Bedeutung, Frankfurt am Main 1992, S. 217-268; Bergmann, W./Hoffmann, G., »Selbstreferenz und Zeit: Die dynamische Stabilität des Bewusstseins«, in: Husserl Studies 6, 1989, S. 155-175; Fuchs, P., Das Unbewußte in
Psychoanalyse und Systemtheorie. Die Herrschaft der Verlautbarung und die Erreichbarkeit des Bewußtseins, Frankfurt am Main 1998 (2. Aufl. 2006); ders., »The Modernity of Psychoanalysis«, in: Germanic Review, Vol.74, Number 1, Winter 1999, S. 14-29; ders., »Die konditionierte Koproduktion von Kommunikation und Bewußtsein«, in: Ver-Schiede der Kultur, a. a. O. (Fn. 41), S. 150-175; ders., »Die Form der autopoietischen Reproduktion am Beispiel von Kommunikation und Bewußtsein«, in: Soziale Systeme, 8. Jg., 2002, H. 2, S. 333-351, ders., Der Eigen-Sinn des Bewusstseins. Die Person, die Psyche, die Signatur, Bielefeld 2003.


Das dadurch gegebene Problem macht sich sprachlich bemerkbar. Es bereitet offenbar keine Schwierigkeit, die Systeme, die die Mitwelt sozialer Systeme ausmachen, als beobachtende Systeme aufzufassen, aber ersichtlich gewaltige Mühe, soziale Systeme (Kegelclubs, Hochzeitsgesellschaften, Organisationen oder gar die Gesellschaft) als beobachtende Systeme zu denken. Wahrscheinlich würden viele noch mitziehen, wenn gesagt würde: Soziale Systeme prozessieren Beobachtungen, sie beinhalten sie gleichsam, aber den nächsten Schritt würden nicht mehr so viele mitmachen, nämlich das Partizip ›beobachtend‹ adjektivisch an das Substantiv ›Sozialsystem‹ zu hängen. Man erträgt, daß das Wort Sozialsystem sprachlich in die Subjektposition rücken kann, aber nicht: daß es genommen wird wie die Bezeichnung eines, wenn man so sagen darf: Realsubjektes. Sozialsysteme können nichts tun, sie sind keine Agenten oder Akteure, und wenn man doch so verfährt, als ob es so wäre, bewegt man sich im Kontext von Konventionen oder sozial konzedierten Abbreviaturen, die nur in einer (vielleicht deswegen sogar anrüchigen) wissenschaftlichen Spezialsprache eine Funktion erfüllen, aber in keinem Fall so etwas wie ›eigentliche‹ Ausdrücke sind. Die ›eigentlichen‹ Beobachter, das sind die Leute, die Menschen; Sozialsysteme ließen sich, so der Tenor der Einwände, nur in einem ›Jargon der Uneigentlichkeit‹ zu Beobachtern stilisieren.

Die Weigerung, solcher Uneigentlichkeit beizupflichten, speist sich aber aus einer systemisch-systematischen Quelle. Sozialsysteme setzen (dies ist wiederum der Duktus unserer Untertunnelung), eine Mitwelt voraus, die von re-entry-mächtigen, sinndeutungsbefähigten, volitions-, intentionalitäts- und freiheitsbegabten Prozessoren gebildet wird, die – und nur in dieser Form – als Ankerpunkte der Zurechnung auf mitteilende Instanzen dienen.276

Was immer auch als Selektion der Mitteilung in der Kommunikation (via Anschlußselektivität) zustande kommt, es käme nicht zustande, wenn nicht mit dieser Selektion auch ›Mitteiler‹ ermittelt würden, durch Mitteilung Handelnde, die sich via Mitteilung mutuell aufeinander beziehen und genau in diesem Sinne Subjekte der Kommunikation zu sein scheinen. Dieses ›Ausflaggen‹ ist so alltäglich, so selbstverständlich, daß psychische Systeme kaum eine andere
Chance haben, als sich dann tatsächlich auch als Handelnde (und nicht als solche, die gehandelt werden) zu begreifen. Damit aber gehandelt werden kann, muß beobachtet werden können, und genau in diesem Sinne projizieren soziale Systeme Beobachter so in die Umwelt, daß nur Beobachter die konstitutive Umwelt, also: die Mitwelt ausmachen.277

Prekär für einen klassischen Beobachter, der eine universitas rerum aufspannt, ist, daß die Theorie der Beobachtung den Beobachter nur in einer transklassischen Form zuläßt. Er ist keine ›Dichtigkeit‹, keine ›opacité‹.278

Der Beobachter kann nur selbst unterschieden und bezeichnet werden. Er taucht nicht als er selbst auf, sondern immer schon: als Bezeichnung.279 Die zur Katachrese gewordende Metapher des ›blindspot‹ ist hier einschlägig.280 Sie besagt, daß die Beobachtungsoperation den Beobachter verdeckt, weil sie ihn nur unterscheiden und bezeichnen kann.281

Er ist, in einer etwas anderen Sprache gesagt, immer: imago, immer: imaginär. Er ist (ähnlich wie ein Medium) schlicht das Resultat von operativer Inferenz, mithin im weiter oben bezeichneten Sinne: Unjekt. Als Subjekt eines Satzes könnte er nur gebarrt notiert werden – Beobachter.282 Oder in paradoxer Formulierung: Der Beobachter ist eine ›nonentity‹283, ein imaginärer Wert, mit dem soziale Systeme rechnen können (im Sinne von Projektion).284


275 Vgl. Fuchs, P., Die Psyche. Studien zur Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, Weilerswist 2005.
276 Im Hintergrund steht hier selbstverständlich Attributionstheorie. Vgl. Jones, E. E./Nisbett, R. E., »The Actor and the Observer: Divergent Perceptions of the Causes of Behavior«, in: Jones, E. E. et al., Attribution: Perceiving the Causes of Behavior, Morristown N.J., 1971, S. 79-94. Siehe auch Luhmann, N., »Erleben und Handeln«, in: ders., Soziologische Aufklärung 3, Opladen 1981, S. 67-80. »Handlungen werden durch Zurechnungsprozesse konstituiert. Sie kommen dadurch zustande, daß Selektionen, aus welchen Gründen, in welchen Kontexten und mit Hilfe welcher Semantiken (›Absicht‹, ›Motiv‹, ›Interesse‹) immer, auf Systeme zugerechnet werden. Daß dieser Handlungsbegriff keine ausreichende Kausalerklärung des Handelns vermittelt, schon weil er Psychisches außer Acht läßt, liegt auf der Hand. Es kommt in der hier gewählten Fassung darauf an, daß Selektionen auf Systeme und nicht auf deren Umwelten, bezogen werden und daß auf dieser Grundlage Adressaten für weitere Kommunikation, Anschlußpunkte für weiteres Handeln festgelegt werden, was immer als Grund dafür dient.« (Luhmann, Soziale Systeme, S. 228. Siehe im übrigen zum Begriff der Volition und seiner seltsamen Stellung zur Systemtheorie Ort, N. »Volition – zu einem nicht-empirischen operativen Zeichenbegriff«, in: Jahraus, O./Ort, N., Theorie – Prozess – Selbstreferenz. Systemtheorie und transdisziplinäre Theoriebildung, Konstanz 2003, S. 261-280.
277 Diese soziale Evidenz macht es so schwer, plausibel zu machen, daß auch
soziale Systeme als Beobachter beobachtet werden können.
278 Vor allem: kein EGO: »
Zunächst stellen wir fest, daß es in diesem Bewußtsein keine Unterscheidung Subjekt/Objekt gibt. Daß es nicht voneinem ›Ego‹ bewohnt wird, bedeutet wesentlich folgendes: Ein ›Ego‹ als Bewohner des Bewußtseins ist eine Dichtigkeit (opacité) im Bewußtsein; tatsächlich ist das Bewußtsein, wenn es auf der Ebene des Unmittelbaren und der Nicht-Reflexivität kein Ego hat, deshalb nicht weniger persönlich. Es ist persönlich, weil es trotz allem Verweis auf sich selbst ist. Was ist also diese Art von Sein, die einerseits nicht Präsenz eines Objektes für ein Subjekt ist und die andererseits der Verweis von etwas auf etwas anderes ist?« (Sartre, J. P., Bewußtsein und Selbsterkenntnis. Die Seinsdimension des Subjekts, Hamburg 1973, S. 33/34.
279 Deswegen ist es hier völlig gleichgültig, ob man dem ER noch ein SIE oder gar ein ES beifügt. Beobachter haben kein Geschlecht, sie ›haben‹ und sie ›sind‹ überhaupt nichts, das wie eine Substanz Attribute aufweisen könnte.
280 Vgl. zum Einsatz der Metapher »Blinder Fleck« James, W., »On a Certain
Blindness in Human Beings«, in: ders., Talks to Teachers and to Students on Some of Life’s Ideals, Neudruck, Cambridge Mass., 1983, S. 132-149; siehe zum Einsatz der Metapher im Blick auf Problemformulierungen Winograd, T./Flores F., Understanding Computers and Cognition: A New Foundation for Design, Reading Mass. 1986, S. 77.
281 Präziser gesagt: Es geht nicht um ein Verdecken, da jede Camouflage etwas Camoufliertes voraussetzt. Hier: steckt nichts dahinter. »In...auf Wittgenstein zurückgehender Formulierung kann man...sagen: Ein System kann nur sehen, was es sehen kann. Es kann nicht sehen, was es nicht sehen kann. Es kann auch nicht sehen, daß es nicht sehen kann, was es nicht sehen kann. Das verbirgt sich für das System ›hinter‹ dem Horizont, der für das System kein ›dahinter‹ hat. Das, was man ›cognized model‹ genannt hat, ist für das System absolute Realität. Es hat Seinsqualität, oder, logisch gesprochen: Einwertigkeit. Es ist, was es ist …« (Luhmann, Ökologische Kommunikation, a. a. O., S. 52. Vgl. auch Luhmann, N., »Was ist der Fall, was steckt dahinter? Die zwei Soziologien und die Gesellschaftstheorie«, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 1993, S. 245-260.
282 Zu erinnern ist erneut an die kreuzweise Durchstreichung des Seins durch Heidegger, M., Einführung in die Metaphysik, Tübingen 1953 oder an die Durchstreichungen bei Derrida, J., Randgänge der Philosophie, Wien 1988.
283 Vgl. zu diesem Ausdruck James, W., »Does Consciousness exist?«, in:
Journal of Philosophy, Psychology and Scientific Methods, H. 1, New York 1904, S. 477-491. Die Antwort: »It is the name of a nonentity, und has no right to a place among first principles.« (S. 477)
284 Wir argumentieren parallel (und in einer analogen Manier) zu Spencer-
Brown, G., Laws of Form, London 1969, S. 99: »The fact that imaginary
values can be used to reason towards a real and certain answer, coupled
with the fact, that they are not so used in mathematical reasoning today, and also coupled with the fact that certain equation plainly cannot be solved without the use of imaginary values, means that there must be mathematical statements (whose truth or untruth is in fact perfectly decidable) which cannot be decided by the methods of reasoning to which we have hitherto restricted ourselves.«


Die Situation verschärft sich, wenn man dazu übergeht, Systeme als Beobachter, Beobachter als Systeme zu konzipieren. Dann sieht man sofort, daß sinnbasierte Systeme ihre Einheit ebenfalls nur imaginär konstituieren können, da Systeme gar keine Einheiten sind, sondern: sich reproduzierende Differenzen, also ebenfalls: Unjekte.
Die Mitwelt sozialer Systeme ist die Projektion psychischer (wahrnehmender und sinnverarbeitender) Systeme, also – genau besehn – die Projektion einer Differentialität, die sich ihrer selbst niemals ansichtig wird, es sei denn: als Konstruktion, die schon im Gedanken der Re-entry-Mächtigkeit impliziert ist.

Im Ergebnis: Der Beobachter ist ›meta ta physica‹. Er ist nicht angesiedelt in der Welt wie ein weiteres Ding, ein weiterer Zustand. Er ist nicht erreichbar, man kann ihn nicht ins Licht ziehen, ihn nicht ›aufklaren‹, geschweige denn: aufklären. Er ist – cum grano salis formuliert – transzendental, ein Apriori jeder sozialen und psychischen Operation, eine aporía oder, spielerischer gesagt: eine kognitiv und kommunikativ unumgängliche Ausweglosigkeit. Der Beobachter ist unfaßbar, die Chiffre für diese Unfaßbarkeit (und die damit verknüpfte Fassungslosigkeit) seit Olims Tagen: Geist.
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c) Undinglichkeit zum dritten: Die Metaphysik der singulären Allgemeinheit

Beobachten ist Bezeichnen im Rahmen einer Unterscheidung oder ein
Bezeichnen, das von Beobachtern (eingeschlossen: Selbstbeobachtern) als eine Markierung aufgefaßt werden kann, an die sich durch weitere Operationen derselben Art Unterscheidungen heranassoziieren lassen
. Jede Markierung ist nur Markierung, wenn sie als in einer Unterscheidung situiert aufgegriffen wird. In der kognitiv und kommunikativ verfaßten Sinnwelt informieren Unterschiede als Unterscheidungen, die seriatim getroffen werden, und sie informieren ausschließlich, wenn sie die Sinnform aufweisen – also nur als selektive Verweisung. Pointierter: Sinnfreies Beobachten ist schon deswegen unmöglich, weil die Operation der Beobachtung nicht Unterschiede nutzt, sondern Unterscheidungen.285

Mit dem Medium ›Sinn‹, in das sich Bezeichnungen/Unterscheidungen einschreiben lassen, sind zwei seltsame Bewandtnisse verknüpft: Es ist nämlich universal und, wenn und insoweit es mit Zeichen verknüpft wird, allgemein.
Universal, das will (in tautologischer Formulierung) heißen, daß ausnahmslos
alle Sinnsysteme dem Sinn nicht ausweichen können. Es gibt für sie keine sinnfreien Operationen, und selbst die Beobachtung, die sagt, etwas sei sinnlos, hat ersichtlich: Sinn
.286

Sinn ist »fundamentale Ordnungsform«287, insofern er (in sich und für jede Applikation) immer Negation ermöglicht, nur nicht die Negation seiner selbst. Es ist keine Äußerung denkbar, die Sinn negiert – außer in der Form von Sinn, also paradox. Eine Formulierung Martin Heideggers variierend, ließe sich sagen:
Der Sinn ist das Haus des Seins.288 Es ist für Sinnsysteme ein absolut ›verrammeltes‹ Haus. Es hat keine Ausgänge.289 Da ist keine Exit-Option.290 Weder Körperbezug noch Gefühle machen eine Ausnahme: Auch dies alles ist Sinnsystemen nur als Sinn zugänglich.291

Allgemeinheit von Sinn, das will heißen, daß jeder Sinn, der durch (einst stattgehabten oder aktuellen) Zeichengebrauch in’s Spiel kommt, niemals privater oder idiosynkratischer Sinn ist. Wenn wir Bewußtsein begreifen als ein zeichenprozessierendes System (und das bedeutet auch: als ein beobachtendes System), dann stammt alles, womit es bezeichnen und unterscheiden kann, nicht von ihm selbst, sondern aus der Sozialität, die – via Kommunikation – alle Möglichkeiten der Bezeichnung und Unterscheidung anliefert.

Das Bewußtsein ist ein durch und durch auf der Operation des Zitierens beruhendes System, das, wenn es erst einmal im Gange ist, schließlich auch die organisierte Wahrnehmung (i. e. das psychische System) in toto dazu nötigt, die Weltregistratur oder die Welterzeugung (das ›Welten‹) zitatförmig zu leisten.292 Die alte Formulierung, daß der Mensch zur Freiheit verurteilt sei (Sartre), läßt sich variieren: Das psychische System ist zu Sinn verurteilt und damit: zur Allgemeinheit von Sinn, zur Unmöglichkeit der Kommunikation von Einzigartigkeit, geknüpft an die Unmöglichkeit: einzigartig zu denken oder wahrzunehmen.293

Der Beobachter (hier: Bewußtsein), den das Sozialsystem projizieren muß, insofern es Zitationsmaschinen benötigt, ist: der überaus paradoxe Fall einer singulären Allgemeinheit.294 Er ist komplette Alterität.Will man einen Ausdruck, den die soziale Welt für diesen Fall einer in Singularitäten prozessierten Allgemeinheit bereitstellt, so empfiehlt sich auch dafür der alte Ausdruck: Geist. Und es schickt sich an dieser Stelle, Georg Wilhelm Friedrich Hegel die schuldige Reverenz zu erweisen.295


285 Diese Nutzung muß nicht explizit sein, wofür dann die Beobachtungsebene erster Ordnung einsteht im Unterschied zur Beobachtungsebene zweiter Ordnung, die auf die je eingesetzten Unterscheidungen explizit referiert.
286 Siehe dazu, daß selbst so scheinbar sinnlose Sätze wie »Farblose grüne
Ideen schlafen wütend« in ihrer Sinnlosigkeit ›verstanden werden‹, indem
andere Möglichkeiten ausgeschlossen werden (Traum, Scherz, Poesie, Codierte Nachricht etc.), Foucault, M., Archäologie des Wissens, Frankfurt am Main 1973, S. 131.
287 Luhmann, N., »Einfache Sozialsysteme«, in: Soziologische Aufklärung
2, Opladen 1975, S. 21-38, 22.
288 »Die Sprache ist das Haus des Seins.« (Heidegger, M., Über den Humanismus, Frankfurt am Main 1949, S. 5.)
289 Das kann natürlich die Intention wecken und in leidenschaftlichem Betrieb halten, solche Ausgänge, Durchtritte, Risse zu entdecken. Vgl. Fuchs, P., »Vom Unbeobachtbaren«, a. a. O. (Fn. 33); ders. (im Gespräch mit Markus Heidingsfelder), Das Gehirn ist genauso doof wie die Milz, Weilerswist 2005.
290 Ausgenommen ist der Tod. Sehr schön dazu: Spencer-Brown, G., Laws
of Form, London 1971 (2. Aufl.), S. 194: »We do exactly the same with ourselves. When we die the self-boundary eventually disappears. Before it did so, we ascribed a huge value to what we called ›inside‹ of ourselves, and comparativeley little value to what we called ›outside‹. The death experience is thus ultimatley the loss of the selective blindness to see both sides of every distinction equally. This by definition is absolute knowledge or omniscience, which is mathematically impossible except as equated with no knowledge at all. In the ascription of equal values to all sides, existence has ceased altogether, and the knowledge of everything has become knowledge of nothing.«
291 Vgl. als Fallstudien Fuchs, P., »Wer hat wozu und wieso überhaupt Gefühle?«, in: Soziale Systeme, 10. Jg., 2004, H. 1., S. 89-110; ders., »Die Form des Körpers«, in: Schroer, M. (Hrsg.), Soziologie des Körpers,
Frankfurt am Main 2005, S. 48-72.
292 Vgl. Fuchs, P., Die Psyche. Studien zur Innenwelt der Außenwelt der
Innenwelt, Weilerswist 2005.
293 Wir wollen hier nicht abmildern, aber wenn man es wollte, dann müßte man sagen, daß es keinen Weg gibt, Nicht-Allgemeinheit kommunikativ zu prozessieren, so daß jemand allenfalls nur intern idiosynkratisch oder privat sein könnte, aber eben daüber könnte man schlicht: nichts sagen. Vgl. zum Problem jedenfalls Luhmann, N./Fuchs, P., Reden und Schweigen, Frankfurt am Main 1989 (vor allem die Studie über Lyrik).
294 Die Suche müßte also einem Webfehler gelten. »Die Geister der Körbe,
sagen die Pomos (in ihren Mythen, Kalifornien) müssen im Dekor (im Ornament, in der unendlichen Wiederholung) einen Webfehler haben, einen winzigen Fehler, durch den der Geist entwischen kann, wenn er stirbt. Die Frau, die vergißt, den Webfehler einzubauen, würde mit dem
Geist zum Tode verurteilt (wobei der Demiurg einmal hat Gnade walten lassen.« /Lévi-Strauss, C., Sehen, Hören, Lesen, München/Wien 1995, S. 157.
295 Hegel, G. F. W., Phänomenologie des Geistes, hrsg. von Lasson, G., Leipzig 1991 (2. Aufl.). Daß mit diesen Überlegungen auch der Topos einer Vereinnahmung angespielt ist, dürfte deutlich sein. Siehe für einen anderen Kontext, in dem ebendies eine Rolle spielt: Siehe zur Andersheit als Struktur der Vereinnahmung (auch am Herr/Knecht-Beispiel Hegels) Wartenpfuhl, B., Dekonstruktion von Geschlechtsidentität. Transversale Differenzen. Eine theoretisch-systematische Grundlegung, Opladen 2000, S. 129.
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d) Undinglichkeit zum vierten: Die Metaphysik der Nicht-Berechenbarkeit
Es gibt überaus interessante Versuche, im Blick auf die eben diskutierten ›meta ta physica‹ dem Gehirn, das als die Infrastruktur (hardware) psychischer Prozesse aufgefaßt wird, ›Verfahren‹ nachzuweisen, die hinsichtlich der bekannten Physik und der bekannten Mathematik als errechnende Nichtrechnungen zu begreifen wären.296 Sogar die Quantenphysik wird mit all ihren für den common sense so heftigen Bizarrerien bemüht, um irgendwie eine Zone für causes uncaused oder computations uncomputed zu identifizieren, die dann die Quellen für das wären, was man das Unphysikalische oder Unbiologische schlechthin nennen könnte, eben die Quellen für den Geist oder das Geistige, für – wenn man so sagen darf – die ›sprungbereite‹ Dämonie, die irgendwie von den Futteralsystemen der Mitwelt sozialer Systeme beherbergt wird und, wie wir gesehen haben, genau in dieser Form Projektion ist: vom Sozialen her beobachtet.297

Es scheint fast als, als ginge es darum, im Ding ›Gehirn‹, in dieser ›Super-Verschaltung‹, ein nicht-dingliches Ding zu (er)finden, das sich gleichwohl (in welcher wissenschaftlichen Zukunft auch immer) der physiko-chemikalisch-biologischen Welt einordnen ließe, ein im Moment abenteuerliches Sonderding sozusagen, das aber im Fortschritt der hard sciences ent-abenteuert werden könne, ein Fortschritt, für den das ›Unbedingte‹ nichts sei, das sich aushalten lasse.298

Das Reich der
Freiheit, der Volition, der Intention und Intuition, des Ästhetischen, das Reich des Geistes also, das eines der a-kausalen Spielräume, der Indeterminiertheit wäre, wird dabei, wiewohl es sich in dieser Perspektive irgendwie entdinglicht findet, gleichwohl ›dingfest‹ gemacht. Die
Psyche, das Bewußtsein, der Geist (mind) sind so eine Art ›Etwasse‹, die sich zwar den Beobachtungsmöglichkeiten klassischer Physik entziehen, etwa dem Prinzip der Stetigkeit oder dem der vollständig kausalen Bestimmtheit der Welt, ›Etwasse‹ aber, die durch die transklassische Physik (im wesentlichen Quantenphysik) neuen Interpretationen ausgesetzt werden können
.299


296 Siehe nur zum Problem der Nichtberechenbarkeit des Bewußtseins Penrose, R., Schatten des Geistes. Wege zu einer neuen Physik des Bewußtseins, Heidelberg/Berlin/Oxford 1995 (Shadow of the Mind, New York
1994).
297 Wir benutzen ›Dämonie‹ in etwa so wie Tillich, P., »Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutung der Geschichte«, in: Sammlung gemeinverständlicher
Vorträge und Schriften aus dem Gebiet der Theologie und der Religionsgeschichte 119, 1926, S. 1-44. Für ihn ist das Dämonische eine »Form der Formwidrigkeit«, aber keine negative Formwidrigkeit, sondern ein »Gegen-Positives« (S. 6).
298 Dagegen: Novalis (Friedrich von Hardenberg), Fragmente und Studien.
Die Christenheit oder Europa, hrsg. von Paschek, Carl, Stuttgart 1984,S. 5: »Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge. « Siehe aber für modernes Problembewußtsein in dieser Hinsicht, daß nämlich Dinge, wie man in der Physik sagen könnte, Oszillatoren seien, Feynman, R. P. et al., The Feynman Lectures on Physics, Bd. 1, Mass. 1977, Abschnitte 23.1 f. »… Die ganze Welt ist nur ein Ding. Welt und Ich sind nur mehr oder weniger willkürliche Zusammenfassungen,«, formuliert aber schon Mach, E., »Notizbuch 23« (26. 1. 1881), in: Haller, R./Stadler, F. (Hrsg.), Ernst Mach – Werk und Wirkung, Wien 1988, S. 178. Wir gehen hier natürlich auch nicht von so einer Art Ding aus und orientieren uns lieber an Überlegungen wie: »›Wir‹ erzeugen eine Existenz, indem wir die Elemente einer dreifachen Identität auseinandernehmen. Die Existenz erlischt, wenn wir sie wieder zusammenfügen. Jede Kennzeichnung impliziert Dualität, wir können kein Ding produzieren, ohne Koproduktion dessen, was es nicht ist, und jede Dualität impliziert Triplizität: Was das Ding ist, was es nicht ist, und die Grenze dazwischen. « (Spencer-Brown, G., Gesetze der Form, Lübeck 1997, S. xviii.)
299 Siehe zu Versuchen, auf der Basis transklassischer Physik ›Geist‹ erklären
zu können: Eccles, J., Wie das Selbst sein Gehirn steuert, München 1994; Popper, K. R./Eccles, J., Das Ich und sein Gehirn, München 1997 (6. Aufl.); Stapp, H. P., Mind, Matter, and Quantum Mechanics, Berlin/ Heidelberg 1993; Penrose, R., The Emperor’s New Mind. Concerning Computers, Minds, and the Laws of Physics, Oxford 1989. Deutsch: Computerdenken. Des Kaisers neue Kleider oder Die Debatte um künstliche Intelligenz, Bewußtsein und die Gesetze der Physik, Heidelberg 1991.


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Diese Physik kennt (probabilistische) ›Objekte‹, die nicht stetig sind,
die also springen können, ohne daß es ein durchgehaltenes ›Verweilen‹ im Sprung, ein ›Während-des-Sprungs-Irgendwo-Sein‹ für sie gäbe.300

Solche Objekte befinden sich in ›Unzuständen‹, insofern ihre Zustände definitionsgemäß nicht vollständig definiert sind, wenn und weil sie
beobachtet werden, und schließlich: Sie scheinen der klassischen Weltkausalität nicht zu unterliegen (und mit ihr auch nicht: der klassischen Zeit).

Objekte dieses Typs, die – streng genommen – keinen Objektstatus haben und deswegen nur gebarrt notierbar wären, sind verführerisch, weil sie die Möglichkeit suggerieren, den Geist in seiner Unstetigkeit, Freiheit, Volatilität, in seiner Willenshaftigkeit durcherklären zu können.

Das Verführerische daran ist, daß die Unstetigkeit, die ›Wolkigkeit‹, die
›Verschmiertheit‹, die systematische Unschärfe, die bei der Beobachtung jener Objekte im Spiel sind, ziemlich genau dem entsprechen, was man sich alltäglich unter Geist, Bewußtsein, Emotion (in Differenz zum Körper und seiner Determiniertheit) vorstellt. Die quantenphysikalische Beobachtung dieser ›Phänomene‹ wirkt wie der Versuch einer (letztlich ontologischen) Eingemeindung des Ineffabile in eine Physik, die mit mathematischen Mitteln auf die Linie jener Volatilität des Geistes einschwenkt 301 – etwa im Sinne eines: Der Alltagsmensch hat recht, wenn er den Eindruck hat, freier Geist zu sein, frei denken und entscheiden zu können, weil es in der Welt Freiheitsgrade und Unbestimmtheiten gibt, die es nahe legen, all dies auch in neuronale Systeme hineinzuvermuten, wenn man nur das bewunderungswürdige mathematisch-physikalische Auflösungsvermögen zugrundelegt, über das wir heute verfügen. Diese Analogien zu alltäglichen Einschätzungen sind berückend, weil sie gleichsam Durchtrittsstellen eröffnen für eine ›statistisch-probabilistische‹ (Im)Materialität, die sich nicht durchalgorithmisieren läßt. Die alte Rhetorik der Unfaßbarkeit des Geistes kann nun physikalistisch bedient werden mit dem Versprechen einer naturwissenschaftlich-mathematischen Entzauberung, die das ›Bezaubernde‹, eben die Indeterminiertheit und Nicht-Fixierbarkeit, beibehält.302

Es ist kaum zu leugnen, daß dieses Versprechen zu faszinieren vermag, aber es ist ebenso richtig, daß die hier verhandelte Systemtheorie überhaupt nicht davon ausgeht, daß ihre Objekte (soziale und psychische Systeme) in den Kanon physikalischer Meß- und mathematischer Berechen- oder Unberechenbarkeiten eingerückt werden könnten.

Seite 115 Soziale Systeme haben per definitionem keine Masse, kein Gewicht, keine Ausdehnung, keine Organe, keine Wahrnehmung. Sie sind keine Behälter, die membranartige Grenzen unterhalten, keine materialen Soliditäten oder Unsoliditäten, die sich der Physik (oder Chemie oder Biologie) der Welt unterordnen ließen. Sie leben, wie wir sagten, nicht einmal; aber sie leben auch nicht nicht.303 Sie fallen nicht in irgendeine naturwissenschaftliche Kategorie, so sehr sie auf der Ebene ihrer Infrastruktur (der Subemergenz) an die Physik, die Chemie, die Biologie der Welt gebunden sind, an Unverzichtbarkeiten, ohne die sie nie zustandekämen, Unverzichtbarkeiten, die aber zugleich nicht Momente, Elemente oder Komponenten der autopoietischen Reproduktion von
Sinnsystemen sind.

Kurz: Sozialsysteme lassen sich nicht als so eine Art ›Dinge‹ auffassen, insofern sie die Reproduktion und Stabilisierung einer Differenz darstellen: System/Umwelt, für die gilt, daß sie keinen ›Raum‹ bezeichnet mit einem ›Drumrum‹, kein Gebilde mit einer Umgebung, durch die sich spazieren ließe, bis man an eine Grenze käme, die das ›Drumrum‹ abrupt abbräche zugunsten eines ›Drinnen‹, das man nach dem Überschreiten einer Grenze betreten könnte wie eine eingezäunte Kuhwiese oder eine romanische Krypta. Es gibt, wenn man über die differentielle Konstitution sozialer Systeme spricht, kein ›Introite‹ und kein ›Introibo‹.

Der deutlichste und bekannteste Ausdruck dafür ist, daß diejenigen, die als ›Grenzgänger‹ vorstellbar wären, die Leute, die Menschen, die Individuen etc., niemals irgendeine Grenze überschritten haben, um dann in die Sozialität einzurangieren. Sie sind immer diesseitig, und Sozialsysteme im Blick auf diese Diesseitigkeiten immer: transzendent und deswegen auch nicht besiedelbar.

Nun wäre dies alles kaum der Rede wert, wenn nicht im Zuge unserer
Argumentation das, was für Sozialsysteme gilt (sie sind durch keine Physik
erreichbar), auch seine Gültigkeit behielte für das, was wir Psyche, psychisches System, Bewußtsein nennen. Diese Art von System ist nicht minder die Reproduktion einer System/Umwelt-Differenz, nicht minder autopoietisch, nicht minder ausgestattet mit ephemeren, zeitflüchtigen Elementen, die sich an keiner Stelle des Systems aufhalten, eines Systems, das darüber hinaus keinen Raum, keine Stelle hat, an der es ein Ereignis beherbergen könnte. Reproduktion einer Differenz, das heißt auch (in der sprachlichen Bizarrerie, die wir uns gönnen: Es ist ›Unjekt‹. Es läßt sich nicht beobachten, oder besser (wenn wir schon quantenphysikalische Analogien heranziehen): Es läßt sich nur ›aspekthaft‹ beobachten, nur so, daß das Scharfstellen eines Aspektes andere Aspekte ver-unschärft, vielleicht so ähnlich, wie es die Heisenbergsche Unschärferelation (1927) für mikrophysikalische Un-Einheiten behauptet.304
Ein Ausdruck für diese seltsame Unbeobachtbarkeit mag erneut ›Geist‹ sein.


300 Ebendeswegen ist die Sprungmetapher zutiefst unscharf.
301 Besonders deutlich wird das am Fall des Erzplatonikers Roger Penrose.
302 Das Berückende drückt sich auch darin aus, daß es kaum einer der großen Physiker der Moderne ausgelassen hat, sich zu Fragen des Geistes zu
äußern, ausgestattet mit dem Kredit, daß hinter diesen Äußerungen eine zwar gemeinhin unverständliche, aber doch eminent funktionstaugliche
Mathematik stecke, die das Übertreten der Disziplingrenzen rechtfertigt.
Man stelle sich nur vor, Systemtheoretiker kämen auf ähnliche Gedanken.
303 Dieses Weder-Noch wird in der Logik als »Nicodscher Junktor« (aber auch als Peirce-Pfeil bzw. Scheffer-Strich) bezeichnet. Vgl. dazu Mann,Ch., »A universe comes into being«, in: Mind & Logic, Colour, Vagueness, Semiotics. Acta Analytica 10, 1993, S. 93-120, 101, Anm. 13.
304 Es fügt sich, daß der Ausdruck ›Scharfstellen eines Aspektes‹ genau
bedeutet: Scharfstellen einer Wegsicht, einer Ab-Sicht. Vgl. Fuchs, P., »Das Fehlen einer Ab-SICHT« und »Vom Unbeobachtbaren«, a. a. O., (Fn. 33).

Peter Fuchs Das Mass aller Dinge

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